Barschwobbler


Angeln ist in den letzten Jahren immer populärer geworden. Ob Vollblut-, Jungangler oder nur die Mittagspause bzw. es einzig für ein paar Würfe nach Feierabend reicht. Streetfishing ist in aller Munde und man kann immer mehr Angler beobachten, die mit Kunstködern und ihrer Spinnrute die Gewässer unsicher machen.
Da zumeist mit klassischen Gummiködern oder bspw. Spinnern gefischt wird, Catch & Release vermehrt auf dem Vormarsch ist, hat sich der Angeldruck auf die Fische enorm erhöht. Leider hat das Ganze auch seine Kehrseite, sie erkennen und meiden viele noch vor kurzem fängige Köder. Hier schlägt die große Stunde der "harten Verführer", der sog. Hardbaits. 
Diese heben sich deutlich von dem relativ monotonen, klassischen Laufverhalten der o. g. Baits ab und können so auch noch in völlig überfischten Gewässern vorsichtige und kapitale Exemplare überlisten.
Es gibt Hardbaits in allen möglichen Formen, Farben, Gewichten, Typen und natürlich Preisklassen. Nicht nur der Anfänger hat es schwer sich in einer solch schieren Angebotsfülle zurecht zu finden. Dementsprechend möchten wir von Strassenangler.de versuchen mit diesem Artikel etwas Licht ins Dunkel zu bringen und einen kleinen Leitfaden erstellen der Euch hoffentlich den Fischen einen Schritt näher bringt!

Zu erst widmen wir uns ein paar grundsätzlichen Aspekten um auf dem ersten Blick bereits zu erkennen um welch einem Typ es sich handelt.
Hierzu werfen wir einen Blick auf die Tauchschaufel:

keine Schaufel = Oberfläche/Sinkend, je nach Gewicht/Typ 
klein, steil stehende = Flachläufer (gängige Fachbezeichnung SR = Shallow Runner)
große, flach angebracht= Tiefläufer (DR = Deep Runner)

Die Form der Tauchschaufel beeinflusst die Aktion:

breit, rund = ausladende, aggressive Bewegung 
schmal, lang = dezentere Bewegung 


Typenbezeichnungen:

F = Floating (schwimmend)
SP = Suspending (schwebend)
S = Sinking (sinkend)

Weiterhin gibt es noch diverse Abstufungen im Tauchverhalten, 
SSR= Super Shallow Runner, SR = Shallow Runner, MSR = Medium Shallow Runner, DR = Deep Runner, SDR = Super Deep Runner, SP = Suspender (schwebend), etc. - hier ist der Kreativität der Hersteller keine Grenze gesetzt, Normwerte gibt es leider nicht!


Modellwahl:

Der Markt bietet eine Vielzahl von sog. Poppern, Crawlern, Stickbaits, Minnows, Crank- & Jerkbaits oder wie sie alle heißen mögen.
Natürlich könnten wir noch viel weiter ins Detail gehen aber das würde nicht nur den Rahmen sprengen, sondern schlichtweg alles etwas verkomplizieren und dass ist das Schöne
beim Barschangeln, wer die Grundkenntnisse beherrscht wird belohnt!
Für die Hatz auf unsere gestreiften Freunde reicht ein buntes Repertoire an schlanken Ködern (sog. Minnows), pummeligen Crank-, Jerk- bzw. Twitchbaits.

Die Minnows haben verhältnismäßig wenig Eigenaktion und erhalten ihr aufreizendes Köderspiel durch leichte Schläge in die lose Schnur. Gerade die schwebenden Versionen haben sich als besonders fängig auf Barsche gezeigt.
Crankbaits werden wie der Name es schon erahnen lässt (to crank = kurbeln) einfach eingeholt, mit optionalen Stopps und sind somit gerade für den Einsteiger eine ideale Wahl.
Jerkbaits haben keine bis relativ wenig Aktion und werden mit schnellen Seitwärtsschlägen (nach links oder rechts) aus dem Handgelenk zum Leben erweckt. Der Übergang zu den sog. Twitchbaits ist nahezu fließend.

Aggressive Beissphasen bevorzugen zumeist wildere Bewegungen, müssen sie erst "überredet" werden die Fische eher auf einen dezenteren Lauf anspringen.
Dementsprechend sollte die Tacklebox immer genug Variationsspielraum bieten um sich nicht selbst die Erfolgsaussichten zu schmälern.


Farbenlehre:

Den absoluten Allroundfarbton für jedes Gewässer gibt es leider (noch?) nicht!
Pauschal hat sich folgende Faustregel jedoch als sehr fängig erwiesen:

Klares Wasser und/oder sonnige Tage : dezente Naturdekors
Trübes Wasser und/oder regnerische Tage : Schockfarben 

Natürlich sind diese Richtlinien lediglich eine grobe Orientierungshilfe und nicht in Stein gemeißelt. Es gibt Tage da kann es sich komplett gegensätzlich verhalten!

UV-aktive Farben können einen Bonus bei schlechter Sicht und/oder in der Dämmerung/Nacht bedeuten!

Tipp:

Die sog. Tiger (u.a. Firetiger- / Hottiger-Dekors) sind fast immer UV-aktiv!


Akustik:

In vielen Modellen werden heute Rasseln verbaut. Ob diese die Fängigkeit erhöhen oder eher eine Art von Scheuchwirkung darstellen muss jeder Angler selber an seinem Gewässer ausprobieren. Hierzu kann man leider keine pauschal gültige Aussage tätigen!


Vorfachfrage & Einhänger:

Je nach Gewässerbeschaffenheit und Fischfauna kann ein Fluorocarbonvorfach, wie unser Fluorocarbon Nihonto die Fängigkeit deutlich erhöhen. Ist jedoch mit Hechten zu rechnen dann sollte auf Stahl/Titan nicht verzichtet werden.

Am einfachsten befestigt man unsere Köder mit dem sog. Rapalaknoten, somit wird bei hoher Knotentragkraft ein maximales Spiel gewährt.
Natürlich können auch Snaps, vorzugsweise mit großem Bogen verwendet werden, allerdings sollte man beachten das zu große Einhänger das Laufverhalten eines
„Suspenders“ negativ in Form einer Typveränderung zu einem „Sinker“ ändern können!

Tipp:

Wer aufgrund von Fischereirichtlinien am jeweiligen Gewässer oder gerne aus Fairness auf Drillingshaken verzichten möchte dem bieten wir mit unseren LS-3423 Einzelhaken von Gamakatsu eine der besten Alternativen! Allerdings sollte bei der Hakenwahl wie auch o. g. bei den Einhängern bei „Suspendern“ die genaue Hakenwahl abgewägt werden!


"Match the Hatch":

Weiterhin sollte man sich an der aktuell verfügbaren Beute orientieren, bei den Fliegenfischern hat sich der Begriff "Match the hatch" eingebürgert.
Mit steigender Wassertemperatur im Frühjahr werden die Barsche aktiver.
Dennoch sind unsere gestreiften Gesellen recht lethargisch und ein hektisch geführter Hardbait hätte eher Scheuchwirkung als das er fangen würde.
Weiterhin muss die potentielle Beute eine gewisse Größe aufweisen um den Energieaufwand für den Fisch bei der Jagd zu rechtfertigen und die noch aktuell tief stehenden Fische zu erreichen. 
Gerade im Frühjahr steht die Chance auf einen Kapitalen Fisch der magischen 50cm Marke am Höchsten!

Hier kommen langsam geführte „Deeprunner“ mit dezenter Aktion wie der Payo Barschwobbler SSO-FLASH Dive 65F zum Einsatz. Dieser hat den Vorteil, das bedingt durch seine schwimmende Eigenschaft bei Hinderniskontakt durch einen kurzen Stopp selbiges einfach überschwommen werden kann. Zudem kann man ihn langsam mit der Tauchschaufel über den Grund kratzen lassen und so einen gründelnden Fisch simulieren.
Dass lässt kaum einen hungrigen Räuber lange kalt! Wer sein Gewässer kennt kann auch auf sinkende Modelle wie den SINK SSO 60S zugreifen. Der Vorteil von sinkenden gegenüber schwimmenden Modellen ist, dass keine "tote Fläche" nach dem Auftreffen vom Hardbait entsteht da ein „Sinker“ gegenüber einem „Floater“ nicht erst auf Operationstiefe gebracht werden muss. Grundkontakt bedeutet hier jedoch vermehrt Abriss!
Bei schönem Wetter kann auch ein von der Sonne erwärmter Flachwasserbereich ein ertragreiches Revier darstellen. Hierzu bieten sich die flachlaufenden Varianten des SSO-FLASH 65F sowie die MAC-TUNE Version die mit zusätzlichen Lichtreflexionen den Unterschied bringen kann!

Die Laichzeit ist endlich vorbei und der Sommer steht vor der Tür. Das Wasser hat schon an vieler Orts Badetemperaturen erreicht und die Fische befinden sich in absoluter Höchstform um die Reserven nach der anstrengenden Fortpflanzung zu erneuern. Es wimmelt vor Brutfischen und anderen kleinen Nährtierchen. Wer einen Schwarm sichtet wird nicht lange auf die Räuber warten müssen! Hier kann es sich lohnen so klein wie möglich zu angeln, denn es befindet sich ein absoluter Überfluss an kleiner Nahrung die einfach nur eingesammelt werden muss. Die wenigsten größeren Barsche würden bei diesem Überangebot auf einen überdimensionierten Köder reinfallen. Wir haben mit dem Q Crank von Payo einen absoluten kleinen Leckerbissen im Repertoire der mit seiner hektischen Schwimmweise, nur 2,8cm Körperlänge einen kleinen Brutfisch imitiert der dicht unter der Wasseroberfläche flüchtet. An Krautkanten, Steinschüttungen, Flachwasserbereichen geführt eine sichere Bank auch für Döbel, Forellen und andere Teilzeiträuber! 

Der Hochsommer ist da, die Temperaturen steigen bis jenseits der 30°C Marke und die Fische verlegen ihre Aktivitätsphasen zuhauf in die frühen Morgen- und späten Abendstunden. Die Fischbrut ist mittlerweile weiter gewachsen und somit sollten unsere Köder es ihr gleich tun! Einen genauen Fangplatz zu lokalisieren ist nun nicht mehr wirklich einfach. Die Barsche vagabundieren zwischen Futter- und Ruheplätzen, wieder gilt es hier die Futterfische zu sichten!
Zumeist werden wir sie in den oberen Wasserschichten antreffen. Gerade hier punkten flach laufende schwebende Modelle wie der Barschwobbler SSO-FLASH 65F SUSPEND. Dieser verweilt in den Einholphasen in der gewünschten Tauchtiefe und man kann sehen wie sich regelrecht die Spannung für Angler und Fisch in den Pausen erhöht um schließlich den Barsch zum Anbiss zu reizen. Gerade in strömungsstarken Bereichen kann ein schweres Modell wie der SSOTOM 50 Heavy Sinking von Payo Lures oft eine der wenigen kontrollierbaren Alternativen im Hardbaitsektor darstellen.

Langsam aber sicher beginnen die Temperaturen wieder zu fallen. Der goldene Herbst ist da. Die Barsche legen einen Endspurt ein um sich noch eine dicke Speckschicht für den kargen Winter anzufressen. 
Mit dem Abkühlen des Wasser verschwinden sie vermehrt in die tieferen Bereiche der Gewässer. Sollten keine Fische mit größeren oberflächennahen Ködern wie z.B. dem 7cm HEXA Crook Zacco oder 8cm Black Viper 80F Encount zu überlisten sein, schlägt die Stunde der schweren Crankbaits.
Payo's Typhon Deep und Mustang 180 machen unter Wasser ordentlich Radau, können bedingt durch ihre Bauweise und das hohe Gewicht ein letzter Trumpf im Ärmel des Uferanglers sein um überhaupt noch in die Nähe der Fische zu kommen.

Der Winter hält Einzug und die Fische suchen ihre Unterstände zum Überwintern auf. Wer sein Gewässer kennt und weiss wo die tiefen Löcher sind, Häfen/Industrieanlagen (mit Warmwassereinleitungen) zu seiner Strecke zählen kann der hat die besten Karten. Das Aktivitätslevel wird auf Minimum zurückgefahren und unser Führungsstil sollte nun "Weniger ist mehr" lauten. Hier Punkten große, tief laufende Köder wie Payo I SINK SSO 70S und 
Sharp-Belly 77F die langsam fast in Zeitlupe geführt fangen.


Wir hoffen, dass dieser Artikel Euch bei der Köderwahl beim nächsten Trip positiv beeinflussen konnte und wünschen viel Erfolg beim Ausprobieren, Petri Heil und natürlich eine straffe Leine!

Euer Team von Strassenangler.de

 

Barschwobbler

Barschwobbler sind Wobbler, die in Größe, Form, Lauf und Form speziell auf das Spinnfischen auf Barsch ausgerichtet sind.

Barschwobbler sind deutlich kleiner als Hechtwobbler und Zanderwobbler, da die Futterfische von Barschen ebenfalls eine entsprechend kleinere Größe haben.

Das Wort Wobbler kommt übrigens aus dem Englischen von dem Wort "to wobble", also hin und her wackeln. Wobbler sind so konzipiert, dass sie beim Einholen hin und herwackeln. Wobbler imitieren so das Schwimmverhalten von Futterfischen.

Barschwobbler gibt es mit folgenden Schwimmverhalten:

·  Jerkaits

·  Crankbaits

Barschwobbler werden mit unterschiedlichen Auftrieben angeboten:

·  Floating

·  Sinking

·  Suspending

·  Surface

Barschwobbler werden außerdem mit verschiedenen Tauchschaufeln produziert:

·  Shallow Dive

·  Medium Dive

·  Deep Dive

Weitere Unterschiede bei Barschwobblern gibt es auch bei folgenden Punkten:

·  Barschwobbler mit Rassel

·  Barschwobbler mit Balance-Kugeln

·  Barschwobbler mit Propeller 

·  Barschwobbler mit Softtail

Die Dekore von Barschwobblern sind ebenfalls sehr vielfältig und reichen von knalligen Neonfarben bis zu Naturdekoren. Je nach Wassertrübung, Wetter, Jahreszeit und Beissverhalten kann der professionelle Barschwobbler-Angler so den passenden Barschwobbler auswählen.

Es gibt sogar Barschwobbler in Barschdekor, da Barsche teilweise sogar ihre Artgenossen verspeisen.

Wann ein Barschwobbler gut ist liegt natürlich immer im Auge des Betrachters. Einige Barschangler wollen nur Barschwobbler von Japanischen Herstellern, andere wollen möglichst günstige Barschwobbler, wieder andere Barschangler schwören auf selbstgemachte Barschwobbler. 

Bei der Entscheidung für oder gegen einen Barschwobbler sollte jedoch darauf geachtet werden möglichst viele Bewertungskriterien heranzuziehen, da sonst ggf. eine oberflächliche und somit falsche Entscheidung getroffen wird. Folgende Punkte sollten bei der Kaufentscheidung somit eine wichtige Rolle bei Barschwobblern spielen:

Barschwobbler Bewertungskriterien:

·  Köderlauf

·  Marke

·  Verarbeitungsqualität 

·  Hakenqualität

·  Wurfeigenschaften

·  Fängigkeit 

·  Langlebigkeit 

·  Dekor

Strassenangler.de führt Barschwobbler der Marke Payo. Diese Barschwobbler haben ein sehr guten Preis Leistungsverhältnis und sind sehr fängig. Der Köderlauf dieser Barschwobbler ist hervorragend, ebenso wie die Wurfeigenschaften, die Langlebigkeit und das Dekor.

Tight Lines und viel Erfolg beim Barschwobblern wünscht dir das Team von Strassenangler.de

 

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